Maleficent: Mistress of Evil – Geoff Zanelli

2014 war James Newton Howards „Maleficent“ einer der besten Scores des Jahres und zählt für nicht wenige zu den großartigsten Arbeiten seiner Karriere. Ich bin mir nicht sicher, ob er für das Sequel schlicht keine Zeit hatte oder ob Regisseur Joachim Rønning einfach weiterhin mit Geoff Zanelli arbeiten wollte. Natürlich kann niemand James Newton Howard ersetzen – aber was Zanelli hier abgeliefert hat, ist dennoch eine beeindruckende Leistung. … Mehr Maleficent: Mistress of Evil – Geoff Zanelli

The Dark Crystal: Age of Resistance – Complete Tracklist

A few months ago, the soundtrack to the amazing Netflix series „The Dark Crystal: Age of Resistance“, composed by Daniel Pemberton and Samuel Sim, came out and was released in two volumes. Both of them were very well structured in terms of pure listening experience, but the result, of course, was that a lot of the tracks were in the wrong order. Since nobody seems to have created a „correct“ tracklist up until this point, I simply did it myself! … Mehr The Dark Crystal: Age of Resistance – Complete Tracklist

Wunsch-Review: Bram Stoker’s Dracula (Expanded Release) – Wojciech Kilar

Der erste CD-Release von 1992 hatte zwar eine gute Auswahl an Titeln zu bieten, litt jedoch unter einem zu leisen Sound, was das typische Problem vieler damaliger Soundtrack-CDs war. Ich erstand die reguläre Version 2017 in New York und war etwas unterwältigt von dem Klang – aber dem Himmel sei Dank haben wir nun den Expanded Release von Lala Land-Records, produziert von Dan Goldwasser, MV Gerhard und Matt Verboys, welcher Ende 2018 auf 3000 Stück limitiert veröffentlicht wurde. Diese 3 CD-Version wurde Anfang 2019 mein Eigen und um eben die soll es in dieser Review gehen. … Mehr Wunsch-Review: Bram Stoker’s Dracula (Expanded Release) – Wojciech Kilar

Übersehene Schätze: Tooth and Tail – Austin Wintory

Was mich zum Kauf dieses Game-Soundtracks bewegte, war der Komponist: Austin Wintory. Ich hoffe, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich hiermit sage, dass Wintory wahrscheinlich einer der besten westlichen Videospiel-Komponisten unserer Zeit ist! Im Fall von „Tooth and Tail“ wurde ihm in einem Gespräch mit Game Director Andy Schatz nahegelegt, sich auf den „spaßigen“ Aspekt der im Spiel referenzierten Kriege zu beziehen – wie wäre es, russische Instrumente des 20. Jahrhunderts zu verwenden und diese „betrunken“ zu spielen und als melodische Grundlage Tangos und italienische Tänze zu nutzen? So bizarr diese Vorgaben auch scheinen mögen, halten sie doch für ein ziemlich großartiges musikalisches Erlebnis her. … Mehr Übersehene Schätze: Tooth and Tail – Austin Wintory

Halloween-Special: Sleepy Hollow – Danny Elfman

„Sleepy Hollow“ war Danny Elfmans siebte Zusammenarbeit mit Tim Burton und erst sein zweiter Score für ihn seit deren kurzer „Trennung“ in den Mitt-90ern. „Sleepy Hollow“ ist in vielerlei Hinsicht klassischer Elfman, jedoch in einem sehr viel finstereren, brutalerem Gewand. Das Ergebnis ist ein größtenteils monothematischer, aber dadurch umso memorabler und wirkungsvoller Score, welcher sich in jeder Szene in den Vordergrund spielt und den Zuschauer stets jede einzelne Note hören lässt. … Mehr Halloween-Special: Sleepy Hollow – Danny Elfman

Übersehene Schätze: 1941 – John Williams

„1941“ war nach „Sugarland Express“, „Jaws“ und „Close Encounters“ Spielbergs vierte Zusammenarbeit mit Komponist John Williams. Ursprünglich war der Film als Musical geplant und Williams schrieb mehrere Songs, von denen jedoch keiner produziert wurde. Tatsächlich bereitete Williams hier den Abenteuer- und Action-Sound vor, welchen er später in den „Indiana Jones“-Filmen, „Hook“, „Tintin“ und „The Patriot“ perfektionierte: „1941“ ist ein gewaltiger Orchester-Score der alten Schule, offensichtlich mit einem großen Augenzwinkern und ebenso viel Spaß komponiert, wie ihn Spielberg auch garantiert beim Drehen hatte! … Mehr Übersehene Schätze: 1941 – John Williams

Joker – Hildur Guðnadóttir

Sobald Hildur Guðnadóttir als Komponistin für dieses Projekt angekündigt wurde, war ich sofort neugierig – und dabei bin ich mit ihrer Arbeit kaum vertraut. Vor kurzem erst gewann sie einen Emmy für die TV-Serie „Chernobyl“, aber nach allem, was ich bisher gehört habe, komponiert sie für gewöhnlich nicht die Art von Musik, die mir gefällt, zu sehr klingen ihre Arbeiten nach Sound Design und Krach. Also warum freute ich mich trotzdem auf ihren Score zu „Joker“? Weil ich hier die Möglichkeit für sie sah, musikalisch einen besonderen Charakter auf eine interessante und nachdrückliche Weise zu ergründen und eine zwar unkonventionelle, aber dennoch zugängliche Mentalität dabei einzubringen. Was soll ich sagen: Guðnadóttir hat genau dies vollbracht. … Mehr Joker – Hildur Guðnadóttir