Men In Black: International – Danny Elfman & Chris Bacon

Was die „Men In Black“-Filme trotz variierender Qualität stets auf konsistente Art miteinander verband, waren die Scores: Für den ersten Teil heimste Komponist Danny Elfman eine seiner ersten Oscar-Nominierungen ein und noch heute gehört das Original zu einem meiner Lieblingswerke von ihm. Als Co-Komponist creditiert ist Chris Bacon, und wenn euch dieser Name bekannt vorkommt, so liegt dies daran, dass er bereits seit einigen Jahren für Elfman als Ergänzender Komponist an verschiedenen Scores wie „Avengers: Age of Ultron“, „Goosebumps“, „Tulip Fever“ und „Dumbo“ gearbeitet hat. Wie genau seine Zusammenarbeit mit Elfman an „MIB: International“ aussah, ist unklar, also ob er einfach nur das Hauptthema von Elfman übernahm und den Rest allein komponierte oder beide gleichberechtigt an dem Score arbeiteten. Ich meinerseits tippe auf Letzteres, denn Elfmans Stilistiken füllen den gesamten Soundtrack aus. … Mehr Men In Black: International – Danny Elfman & Chris Bacon

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X-Men: Dark Phoenix – Hans Zimmer

Will man den Gerüchten Glauben schenken, so musste Zimmer von Simon Kinberg aufs extremste überredet werden, bei dem Projekt mitzumachen, und das bezweifle ich nicht – garantiert forderte Kinberg einfach nur einen Gefallen ein, nachdem er als Produzent bereits mit Zimmer bei „Chappie“ zusammen gearbeitet hatte. Zudem ist es offensichtlich, dass Kinberg in einem grandiosen Anfall von Selbstüberschätzung verzweifelt versucht, mit „Dark Phoenix“ ordentlich einen auf Christopher Nolan zu machen – nicht umsonst verpflichtete er für den Schnitt auch dessen regulären Editoren Lee Smith! Glaubt mir bitte, wenn ich euch sage, dass es höchstwahrscheinlich nicht an Hans Zimmer selbst liegt, dass der Score so geworden ist, wie er ist! Die Schuld liegt eindeutig an Kinberg, denn nicht nur ist Zimmers Musik dem Film mehr als angemessen, man hört das forcierte Nolan-Temp-Tracking auch stets so überdeutlich heraus, dass Zimmer wohl kaum eine andere Wahl blieb – und es ist kein Wunder, dass ihm bei diesem Reinfall jegliche Inspiration fehlte. … Mehr X-Men: Dark Phoenix – Hans Zimmer

Missing Link – Carter Burwell

Die Musik von „Missing Link“ setzt sich aus drei Kern-Elementen zusammen: Diese sind zum ersten der bemüht ernste, leicht ironische Burwell-Sound, zum zweiten ausschweifend-schönes Abenteuer und zum dritten komödiantisch angehauchtes Globe-Trotting, komplett mit kulturell angemessen eingesetzten, teilweise exotischen Instrumenten. Das Ergebnis ist ein lupenreiner, waschechter Carter Burwell-Score – nur mit größerem Spaßfaktor! … Mehr Missing Link – Carter Burwell

Godzilla: King of the Monsters – Bear McCreary

Schon nach dem ersten Gespräch mit Regisseur Dougherty war Bear McCreary klar, dass er keine „Filmmusik“ schreiben musste, sondern eine „Monster-Oper“! Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, konzentrierte er sich vor allem auf stimmliche Elemente, um der Musik das richtige Feeling zu geben. Hierfür heuerte er zum Beispiel zusätzlich zum Londoner Chor ein Taiko-Ensemble aus Tokyo an, welche, anstatt zu trommeln, traditionelle Kakegoe-Chants beisteuern sollten. Desweiteren lud er vier buddhistische Mönche ins Studio ein, um sie Chants und Phrasen singen zu lassen und diese später zu varrieren. Diese Herangehensweise ist in der Filmmusik-Szene ziemlich einzigartig und McCreary vereint diese Elemente zu einem beeindruckenden Hörerlebnis. … Mehr Godzilla: King of the Monsters – Bear McCreary

Avengers: Endgame – Alan Silvestri

Ich fand, dass der Score zu „Infinity War“ durchaus seine Stärken hatte, jedoch etwas hinter den Erwartungen zurückblieb, teilweise etwas zu anonym klang und die Gelegenheit versäumte, von anderen Charakter-Themen Gebrauch zu machen. Zudem hatte der Sound ein wenig darunter zu leiden, dass Silvestri zum ersten Mal seit vielen Jahren nicht als Dirigent fungierte. „Endgame“ lässt ihn wieder mit dem Taktstock in der Hand vor die Musiker treten, teilweise dabei noch unterstützt von Orchestrator Mark Graham, und der Unterschied ist durchaus bemerkbar! Zudem fühlt sich dieser Score runder, voller und auch weitaus epischer an, er ist dem Film angemessen und auch als Album eine Schritt nach vorn im Vergleich zum Vorgänger. … Mehr Avengers: Endgame – Alan Silvestri

The Kid Who Would Be King – Electric Wave Bureau

Für die Musik wandte sich Joe Cornish an eine ungewöhnliche Quelle: Beim Schreiben des Drehbuchs hörte er den Song „Dirty Harry“ von der fiktiven Band Gorillaz rauf und runter und fand heraus, dass deren Mitbegründer Damon Albarn Teil eines Londoner Filmmusik-Kollektivs war, außer ihm bestehend aus Mike Smith, Suzi Winstanley und Nelson De Freitas. Für „The Kid Who Would Be King“ wollte Cornish die Art von Musik, welche schon den von ihm so geliebten Song „Dirty Harry“ ausmachte: Prahlerisch, spaßig und mit eingängigen Riffs. Was soll ich sagen: Genau das ist hier auch gelungen! … Mehr The Kid Who Would Be King – Electric Wave Bureau

Shazam! – Benjamin Wallfisch

Regisseur David S. Sandberg brachte für das Projekt Komponist Benjamin Wallfisch mit, welcher mit ihm bereits an „Lights Out“ und „Annabelle: Creation“ gearbeitet hatte. Mit „Shazam!“ legt er zwar nicht seinen ersten Action-Score vor, in einer Zeit, wo Superhelden den Box Office dominieren, ist dies jedoch ein sehr wichtiger Gig für ihn – und das Ergebnis ist absolut wunderbar! … Mehr Shazam! – Benjamin Wallfisch